Bewertung der Maßnahmen

Warum ist Bewertung der Maßnahmen wichtig?

Während oder nach der Anwendung akzeptanzsteigernder Maßnahmen sollten Sie diese beurteilen und bewerten (lassen). Das hilft dabei, Wirkungen transparent zu machen und zu dokumentieren sowie Zusammenhänge aufzuzeigen um somit (weitere) Entscheidungen treffen zu können. [1] Sie können also mithilfe der Bewertung feststellen, wie die getroffenen Maßnahmen von allen Beteiligten wahrgenommen werden oder wurden und ob diese zum gewünschten Ergebnis geführt haben. Auf dieser Basis lässt sich dann abwägen, ob die Maßnahmen modifiziert werden müssen oder ob weitere bzw. andere Maßnahmen durchgeführt werden sollten.

Wann sollte die Bewertung durchgeführt werden?

Die Bewertung kann sowohl kontinuierlich und parallel zu den Maßnahmen durchgeführt werden, also während diese noch laufen („on-going evaluation“) oder nachdem diese abgeschlossen wurden („ex-post evaluation“). [2] Bei länger laufenden Maßnahmen ist es grundsätzlich sinnvoll, parallel dazu bereits Evaluationsmethoden anzuwenden, um die Maßnahmen wenn nötig anpassen zu können. Bei nur einmalig angewandten oder sehr kurzen Maßnahmen ist hingegen in der Regel nur eine ex-post Evaluation möglich.

Methoden zur Bewertung (Evaulationsinstrumente)

Es gibt eine nahezu unendliche Fülle an Methoden, die zur Bewertung genutzt werden können. Exemplarisch seien hier zwei Varianten aufgeführt, die möglichst verschiedene Ansätze darstellen. Die Bewertungsscheibe bietet die Möglichkeit für anonymes Feedback und gibt die zu bewertenden Kategorien vor. In der Feedbackrunde sind die Rückmeldungen hingegen öffentlich und können frei formuliert werden. Weitere Anregungen für Methoden zur Bewertung finden Sie zum Beispiel hier:
Ladwig, Anette und Auferkorte-Michaelis, Nicole (2012): Feedback-Methodenbar. Feedback-Methoden im Lehralltag. Team Hochschuldidaktik, Universität Duisburg-Essen. https://www.uni-due.de/imperia/md/content/zfh/feedbackmethodenbar_2012.pdf

1. Bewertungsscheibe

Bewertungsscheiben sind eine einfache, aber effektive Methode um die Zufriedenheit von Teilnehmenden mit Workshops, Veranstaltungen und ähnlichem zu erfassen. Dabei können mehrere Aspekte gleichzeitig abgefragt werden. Diese können entweder vorgegeben werden oder aber gemeinsam mit den Teilnehmenden diskutiert und ausgewählt werden. Ein großer Vorteil von Evaluationsscheiben ist, dass kaum weitere Aufbereitung der gewonnenen Daten nötig ist, da die Ergebnisse in der Scheibe bereits sehr übersichtlich dargestellt sind. Allerdings können die Teilnehmenden ausschließlich Feedback zu den vorgegebenen Aspekten geben und dies auch nur auf einer Skala. Eine freie Formulierung von Lob oder Kritik ist nicht möglich.

Die Scheibe kann zum Beispiel am Ende einer Veranstaltung aufgehängt werden und die Teilnehmenden können ihre Bewertung in jedes Segment eintragen. Dies kann sowohl öffentlich als auch anonym geschehen, indem die Scheibe an einem nicht einsehbaren Ort aufgehängt wird. Letzteres hat den Vorteil, dass die Teilnehmenden ihre Bewertung frei von sozialen Normen oder der Pflicht, eine Veranstaltung vor allen sichtbar als positiv zu bewerten, abgeben können. Wenn verschiedene Farben für verschiedene Gruppen der Teilnehmenden verwendet werden, lassen sich die Ergebnisse zusätzlich nach Gruppen getrennt auswerten.

Beispiel für eine Bewertungsscheibe: [3]

2. Feedbackrunde „Licht und Schatten“ [4]

Auf einem Flipchart o.ä. werden drei Fragestellungen notiert:

  • Was ich von der Veranstaltung mitnehme (neues Wissen, Einblicke, Erkenntnisse, andere Sichtweise?)
  • Was ich nicht gut / unbefriedigend fand (unerfüllte Erwartungen, unerwünschte Ergebnisse etc.?)
  • Vorschläge zur Verbesserung, Veränderung der Abläufe, Wünsche für die Zukunft?

Die Teilnehmenden werden gebeten, sich reihum zu diesen Punkten zu äußern. Dabei sollten sie sich nicht verpflichtet fühlen, zu allen Themen etwas zu sagen, es sollte aber möglichst jede*r zu mindestens einem Punkt eine Rückmeldung geben.